Maßnahmen zur Frauenförderung an der Medizinischen Fakultät

Auch wenn sich in den letzten 10 Jahre seit Etablierung von Frauen­för­der­plänen für den FB Medizin der WWU eine positive Tendenz im Hinblick auf die Gleich­stellung abzeichnet, ist der zur Zeit erreichte Zustand noch lange nicht befriedigend. Nach wie vor sind im Verlauf des Qualifikationsprozesses gravierende Verluste des Potenzials an Frauen zu konstatieren (siehe Auswertung im aktuellen Frauenförderplan).

Um dem im Verlaufe des Qualifizierungsprozesses (Promotion – Habilitation – Berufung) nach wie vor bestehenden gravierenden Verlust des Potenzials an Frauen entgegenzu­wirken, hat dich die Medizinische Fakultät das Ziel gesetzt, den Anteil weiblicher Habilitandinnen und den Anteil von W3-Professorinnen in den nächsten Jahren deutlich zu erhöhen.

Hierzu stehen verschiedene Förderinstrumente zur Verfügung.

  • Habilitation
    Um den Anteil von Frauen unter den Habilitanden zu steigern, werden diejenigen Institute bzw. Kliniken, die eine Frau erfolgreich zur Habilitation geführt haben, mit 5.000 EUR aus dem zentralen Zuführungsbetrag für Wissenschaft und Forschung bonifiziert. Ziel ist eine Frauenquote von 30% unter den Habilitanden.
  • Flexible Forschungszeit
    Als Förderinstrument zur Erhöhung der Forschungsleistung von Frauen in klinischen Fächern dient u.a. die Finanzierung einer flexiblen Forschungszeit im Rahmen der Habilitation.
    Hierbei sollen Frauen, die bereits in der Forschung ausgewiesenen sind und eine Habilitation in einem klinischen Fach anstreben, gefördert werden, indem sie über einen Zeitraum von 12 Monaten eine zusätzliche flexible Forschungszeit von bis zu maximal 84 Arbeitstagen erhalten (dies entspricht einer 1/3 Stelle und damit inkl. Urlaubsanspruch von 10 Tagen einer effektiven Forschungszeit von 74 Arbeitstagen). In dieser Zeit sind sie von Lehre, Krankenversorgung und administrativen Aufgaben freizustellen, um ihrer Forschung nachzugehen. Die Kosten der Freistellung werden aus den Mitteln zur Frauenförderung der Medizinischen Fakultät finanziert und an die freistellende Klinik gezahlt.
    Mit diesem Programm können max. 3 Wissenschaftlerinnen pro Jahr gefördert werden. Für die kompetitive Ausschreibung und Auswahl ist die Frauenförderkommission des Fachbereiches Medizin in Zusammenarbeit mit dem Dekanat der Medizinischen Fakultät zuständig. Die Antragstellung ist 1x jährlich, bis zum 15. Februar eines jeden Kalenderjahres möglich.

    Anträge sind an die Gleichstellungsbeauftragte des Fachbereiches Medizin zu richten. Hinweise zur Antragstellung finden Sie hier.

  • Seminare
    Die Frauenförderkommission des FB Medizin der WWU bemüht sich um maßgeschneiderte Qualifizierungsangebote für Wissenschaftlerinnen, die den Arbeitsalltag und das wissenschaftliche Arbeiten unabhängig vom speziellen Forschungsgebiet erleichtern können und der Vernetzung dienen. Hierzu werden Seminare mit externen & ggf. auch hochschulinternen Referentinnen angeboten.
    Daneben ist jederzeit in Einzelfällen auf Antrag auch eine Übernahme der Teilnahmegebühr (bis max. 400 ?) an entsprechenden externen Programmen für Nachwuchswissenschaftlerinnen, z.B. des Deutschen Hochschulverbandes möglich.

  • Kongressreisen, fachspezifische Fortbildungsveranstaltungen
    Ab 2013 steht erstmals auch ein kleiner Etat aus den Mittel zur Frauenförderung an der Medizinischen Fakultät bereit

    • für die Bezuschussung von Kongressreisen wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen (sofern ein eigener wissenschaftlicher Beitrag präsentiert wird und nachgewiesenermaßen andere Förderungsmaßnahmen beantragt aber nicht nicht bewilligt wurden) 
    • für die anteilige Kostenübernahme der Gebühren für fachspezifische zertifizierten Fortbildungsveranstaltungen, die mit einem Quailfizierungsabschluß verbunden sind.
      Auskunft erteilt die Gleichstellungsbeauftragte der Medizinischen Fakultät!