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Zwölf Jahre Blick ins Herz: Der Sonderforschungsbereich SFB 656 MoBil verabschiedet nach drei Förderperioden mit einem Symposium

Das Team des SFB 656 zu Beginn der dritten Förderperiode im Jahr 2013 (Foto: sfb 656)

Münster - Der Sonderforschungsbereich 656 „Molekulare kardiovaskuläre Bildgebung“ (SFB 656 MoBil) feiert nach zwölf Jahren seinen Abschluss. Bei einem zweitägigen Symposium am 29. und 30. Juni 2017 präsentieren alle Projekte der aktuellen Förderperiode im Franz-Hitze-Haus ihre Ergebnisse. Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Verbund erhielt mit einer Laufzeit von dreimal vier Jahren die maximale Förderung. Insgesamt flossen rund 24 Millionen Euro in die Forschung. Zum Abschlusssymposium sind alle Interessierten herzlich willkommen.

Als erster Sonderforschungsbereich in Deutschland legte der SFB 656 MoBil einen Fokus auf die Entwicklung molekularer Bildgebungsverfahren, um Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems sichtbar zu machen sowie neue Erkenntnisse über ihre Ursachen und ihren Verlauf zu gewinnen. Dabei arbeiteten Spezialisten aus Medizin, Biologie, Chemie und Pharmazie, Physik sowie Mathematik und Informatik eng zusammen: Sie entwickelten beispielsweise chemische Substanzen, die Moleküle im Körper aufspüren und markieren. Die von diesen Substanzen ausgesendeten Signale lassen sich außerhalb des Körpers messen und in Bilder umwandeln. Mathematiker entwickelten Rechenmodelle, die eine präzisere Bildrekonstruktion ermöglichen. Physiker brachten Wissen über die physikalischen Eigenschaften von Licht oder Strahlung in die Modelle ein. Informatiker entwickelten leistungsstarke Algorithmen, um die gemessenen Daten verarbeiten und darstellen zu können.

Die durch den SFB 656 MoBil getriebene, starke Interaktion zwischen den Fakultäten und Fachdisziplinen war prägend für die Universität Münster und führte 2006 zur Gründung des European Institute for Molecular Imaging (EIMI), einer zentralen interdisziplinären Einrichtung der Universität. Die Expertise und die erfolgreichen Kooperationen im Sonderforschungsbereich trugen außerdem dazu bei, das Fundament für die Beantragung des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ zu legen, der seit 2012 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wird.

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