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Posthume Ehrung für münsterschen Pionier der Massenspektrometrie Prof. Franz Hillenkamp

Unvergessen bei seinen Fachkollegen: Prof. Franz Hillenkamp (Foto: Tobias Wesselmann)

Münster (mfm/ls) – Erinnerung an einen weltweit renommierten Forscher der Universität Münster: Einen ungewöhnlich hoch dotierten Förderpreis hat die „Society of Photographic Instrumentation Engineers“ (SPIE) jetzt nach dem Hochschullehrer Prof. Franz Hillenkamp benannt, der 2014 verstarb. Die „SPIE–Franz Hillenkamp Postdoctoral Fellowship“ soll an die außergewöhnlichen Leistungen in dessen Fachgebiet, der medizinischen Physik, erinnern.

Der Namensgeber war von 1986 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2001 als Professor am Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Universität Münster tätig. Zusammen mit einigen Kollegen hat er sich einen Namen als Pionier der Matrix-unterstützten Laser-Desorption/Ionisation für die Massenspektrometrie (MALDI) gemacht. Diese Methode ist von herausragender Bedeutung für die Analyse von großen Molekülen und Polymeren insbesondere in der biomedizinischen Forschung, zum Beispiel der Proteomik, und ist weltweit im Einsatz. Insidern zufolge war MALDI 2002 für den Nobelpreis im Gespräch, der dann aber an eine andere – heute kaum noch verwendete – Technologie ging.

Die in den USA ansässige Wissenschaftsgesellschaft SPIE vergibt die Förderung in Höhe von 75.000 US-Dollar ab 2018 jährlich an junge Postdoktoranden, deren interdisziplinäre Forschung neue Diagnose- und Therapiemethoden in der Medizin oder Biologie verspricht. SPIE schreibt den Preis weltweit aus und hat das Stipendium zusammen mit vier großen biomedizinischen Labors sowie der Familie Hillenkamp ins Leben gerufen.

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