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Die Hälfte ist geschafft: 5.000ster NAKO-Proband nimmt eigens Urlaub für die Wissenschaft

Studienassistentin Brigitte Twigg (l.) und Bettina Braun als Leiterin des Studienzentrums bedankten sich bei Andreas Bosch für seine NAKO-Teilnahme (Foto: Marschalkowski)

Münster (mfm/ps) - Urlaub nehmen, um sich medizinisch untersuchen zu lassen, auch wenn keine Beschwerden vorliegen? Was für die meisten seltsam klingt, war für Andreas Bosch aus Münster fast schon eine Selbstverständlichkeit. Der 42-jährige gelernte Bankkaufmann nahm sich jetzt einen Tag frei, um sich etwa 3 Stunden lang komplett durchchecken zu lassen. Doch Bosch war keineswegs bei einem gewöhnlichen Arzt: Er ist Teilnehmer an der deutschlandweit durchgeführten NAKO-Gesundheitsstudie – und zwar trotz schlanker Statur ein „runder“.

Bei dem Mammutprojekt sollen die medizinischen Daten von 200.000 Bundesbürgern erfasst werden, um Volkskrankheiten wie Diabetes, Demenz und Krebs auf die Schliche zu kommen. Münster, einer von insgesamt 18 NAKO-Standorten, kann nun mit Andreas Bosch die erste Hälfte des örtlichen Solls abschließen. „Insgesamt wollen wir die Daten von 10.000 Münsteranern erfassen. Wir sind somit zuversichtlich, dass wir bis zum Ende der ersten NAKO-Periode unser Planziel erfüllen werden“, fasst Bettina Braun, Leiterin des Studienzentrums am Pottkamp den Sachstand zusammen.

Eine der Einladungen landete im Briefkasten von Andreas Bosch. Zunächst war er überrascht, da weder er noch seine Arbeitskollegen etwas von dem Projekt gehört hatten. Als er jedoch nach kurzer Internet-Recherche das Ziel der NAKO-Gesundheitsstudie erfuhr, entschied er sich, die Einladung anzunehmen. „Wenn ich durch meine Teilnahme einen Beitrag zur Erforschung dieser verbreiteten Erkrankungen leisten kann, tue ich das sehr gern“, fasst der Vater von zwei Kindern seine Motivation zusammen. Neben dem gesellschaftlichen Mehrwert sieht er aber auch einen Nutzen für sich selbst: „Ich hoffe, dass ich durch die Ergebnisse Impulse bekomme für mehr körperliche Aktivität und Gesundheit im Alltag“. Als 5.000ster Teilnehmer verließ der IT-Experte das Studienzentrum nicht mit leeren Händen: Als kleinen Dank erhielt er von NAKO-Mitarbeiterinnen einen Strauß Blumen und einen Münster-Gutschein.

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