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Gemeinsames Dach für die biomedizinische Forschung in Münster: Grundstein für "Multiscale Imaging Centre" ist gelegt

Die Koordinatoren des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ gemeinsam mit einigen Gruppenleitern, die im neuen Gebäude forschen werden, und den Dekanen der beteiligten Fakultäten, darunter für die Medizin Prof. Mathias Herrmann (2.v.l., Foto: WWU/C. Heimken)

So wird es aussehen, das MIC (Abb.: Gerber Architekten)

Münster (upm) - Gleich zwei moderne Forschungsbauten entstehen derzeit im naturwissenschaftlichen Zentrum der WWU - zwei "Leuchttürme", wie Forschungs-Prorektorin Prof. Dr. Monika Stoll betonte. Für einen dieser Leuchttürme - das "Multiscale Imaging Centre" (MIC) - haben Vertreter der WWU und der Stadt Münster sowie des Bau- und Liegenschaftsbetriebs Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) und des Landes NRW heute (07.07.) an der Röntgenstraße den Grundstein gelegt. Nur einen guten Steinwurf entfernt steht mit dem "Center For Soft Nanoscience", das noch in diesem Jahr an die Nutzer übergeben werden soll, der zweite neue Forschungsbau.

Im MIC bekommt die biomedizinische Forschung ein gemeinsames Dach. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bildgebung: Die Fachleute in diesem Bereich sollen fakultätsübergreifend noch stärker zusammenrücken. Die durch die Bildgebung gestützte Forschung und die entsprechende Infrastruktur wurden vor allem durch den Exzellenzcluster "Cells in Motion" an der WWU vorangebracht und ausgebaut. „Das Multiscale Imaging Centre“ wird unsere Stärken in der molekularen Bildgebung in einzigartiger Weise bündeln und dafür sorgen, dass die verschiedenen Disziplinen noch gewinnbringender zusammenarbeiten", unterstrich Monika Stoll. "Nicht nur der Forschungsstandort Münster wird weiter aufgewertet. Auch unsere internationale Sichtbarkeit in der Zellforschung wird gestärkt."

Im MIC werden in Zukunft Forscher der WWU ein breites Spektrum biomedizinischer Bildgebungsverfahren nutzen und damit das Verhalten von Zellen in Organismen untersuchen können. Die Methode, Bilder von Strukturen verschiedener Größenordnungen zu erzeugen – auf Englisch "multiscale imaging" – gibt dem MIC seinen Namen. Bereits heute nehmen Wissenschaftler des Exzellenzclusters CiM mit leistungsstarken Mikroskopen und Tomographen täglich Bilder auf, die ein besseres Verständnis von Zellvorgängen im gesunden und erkrankten Organismus ermöglichen – von der einzelnen Zelle und ihren Bausteinen bis zu Geweben und ganzen Organen.

Hintergrund: Das Multiscale Imaging Centre

Das "Multiscale Imaging Centre" entsteht an der Röntgenstraße 16; bis Ende des Jahres 2019 soll es fertiggestellt sein. Die Baukosten übernehmen der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die WWU. Im Juni 2014 hatten sich Bund und Länder nach einer entsprechenden Empfehlung des Wissenschaftsrats auf den Bau des Forschungsgebäudes geeinigt. Bauherr des rund 63 Millionen Euro teuren Bauprojekts ist der BLB NRW.

Der Entwurf für das MIC stammt vom Büro Gerber Architekten aus Dortmund. Auf einer Hauptnutzfläche von rund 5700 Quadratmeter werden etwa 260 Mitarbeiter unter einem Dach gemeinsam forschen. Der Architektenentwurf sieht ein rechteckiges, drei- bis fünfgeschossiges Gebäude mit offen gestalteten Laboren, Büros und Seminarräumen vor. Die unterschiedliche Anzahl an Stockwerken ergibt sich aus der abfallenden Topographie und nimmt Bezug auf die angrenzende Bebauung.

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