Exzellenzcluster: Cells in Motion

Exzellenzcluster „Cells in Motion“ (EXC 1003 – CiM) Bildgebung für ein besseres Verständnis des Zellverhaltens in Organismen

Sie sind winzig, spielen im Körper aber eine wichtige Rolle: Zellen in Bewegung („Cells in Motion“). Das dynamische Verhalten von Zellen ist essentiell für die Entwicklung und Aufrechterhaltung höherer biologischer Funktionen – zelluläre Prozesse regeln das physiologische Gleichgewicht, ermöglichen Wachstum und Regeneration. Sie verursachen aber auch Erkrankungen. Im Fokus des Exzellenzclusters stehen entzündliche Prozesse, die Erkrankungen wie Herzinfarkt, Multiple Sklerose oder Rheuma zu Grunde liegen. Um das Zellverhalten in seiner vollen Komplexität analysieren zu können, ist die Entwicklung und Anwendung bildgebender Verfahren von zentraler Bedeutung. Rund 80 Forschergruppen aus den Lebens- und Naturwissenschaften sind an dem Exzellenzcluster beteiligt. Mit seinem breiten Spektrum an Bildgebungsstrategien, die es erlauben, Fragestellungen von den biologischen Grundlagen bis zur Anwendung in der Klinik zu verfolgen, ist der Forschungsverbund national und international einzigartig.

Zellen in Bewegung: Auf einen Reiz von rechts reichern die abgebildeten Immunzellen ihr randständiges Zellskelett (rot) am vorderen Zellende an. Das zentrale Zell-Skelett (grün) beginnt, sich in Laufrichtung nach rechts auszurichten. Immunfluoreszenz-Mikroskopie von Marc Wolf und Johannes Roth.

Bundesweit einmalig: Naturwissenschaftliches Studium für Mediziner

Ein wichtiges Element von „Cells in Motion“ ist eine neue interfakultäre Ausbildungsstruktur. Das „Careers-in-Motion Centre“ des Exzellenzclusters integriert Gleichstellungsaspekte und bietet eine breite und nachhaltige Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses – von einer Graduiertenschule für Doktoranden über ein Programm für Postdoktoranden bis zur Förderung von Nachwuchsgruppen. Einzigartig für Deutschland ist, dass Mediziner im Exzellenzcluster erstmals die Möglichkeit erhalten sollen, über den neuen Masterstudiengang „Experimental Medicine“ und ein daran anschließendes systematisch angelegtes Forschungsprogramm einen naturwissenschaftlichen Doktorgrad zu erlangen.

Das CiM-Koordinatorenteam (v.l.n.r.): Michael Schäfers,
Lydia Sorokin (Sprecherin) und Volker Gerke

 

Koordinatoren-Team: Prof. PhD Lydia Sorokin (Sprecherin), Prof. Dr. Volker Gerke und Prof. Dr. Michael Schäfers; alle Medizinische Fakultät

Beteiligte Fakultäten der Universität Münster und außeruniversitäre Einrichtungen:
Medizinische Fakultät, Fachbereiche Biologie, Chemie und Pharmazie, Physik, Mathematik und Informatik; Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin