Was genau ist eine Programmpauschale?

Die Regierungschefs von Bund und Ländern haben am 14. Juni 2007 den Hochschulpakt 2020 verabschiedet, der in seiner zweiten Säule als Einstieg in die Vollkostenfinanzierung von Forschungsvorhaben durch die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die Einführung von pauschalen Zuschlägen zur Deckung der mit der Förderung verbundenen indirekten Projektausgaben (sogenannte Programmkostenpauschalen; kurz: Progammpauschalen) für bewilligte Projekte vorsieht.
Seit  dem 01.01.2007 werden diese für Sonderforschungsbereiche, Forschungszentren und Graduiertenkollegs; seit dem 01.01.2008 für Neubewilligungen in der Allgemeinen Forschungsförderung ausgezahlt.
Die Programmpauschale beträgt 20 % der abrechenbaren direkten Projektausgaben. Für die Zahlung ist kein gesonderter Antrag notwendig.
Über die Verwendung entscheidet die Hochschule oder die Forschungseinrichtung.
Für die Jahre 2007 bis 2010 stehen insgesamt 703,5 Mio Euro zur Verfügung. Die Kosten trägt der Bund als Sonderzuwendung an die DFG.
Die Fortführung dieser Förderung über das Jahr 2010 hinaus ist vorbehaltlich eines bis zum 31. Oktober 2009 vorzulegenden Erfahrungsberichts.

Wofür werden die Progammpauschalen eingesetzt?

An der Medizinischen Fakultät Münster wird die Programmpauschale laut Fachbereichsrats-Beschluss zur Forschungsförderung und Strukturentwicklung der Fakultät eingesetzt.