"Paper of the Month": Publikationen, die uns auffielen

Dekan Prof. Mathias Herrmann lädt Sie per Video ein zur Teilnahme an der monatlichen Prämiierung des "Papers of the Month".

Zum Abspielen des Videos einfach auf das Bild klicken.

Das aktuelle "Paper of the Month"

Priv.-Doz. Dr. Caterina Breitenstein (Foto: FZ)

Für den Monat Februar 2017 geht die Auszeichnung an:

Caterina Breitenstein (Department für Neurologie, Klinik für Allgemeine Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie) et al:
Intensive speech and language therapy in patients with chronic aphasia after stroke: a randomised, open-label, blinded-endpoint, controlled trial in a health-care setting


Die Fakultät hat diese Studie zum Inhalt einer Pressemitteilung gemacht, die Sie hier lesen können. Aufgrund der Relevanz des Themas wurde die Pressemitteilung bereits von diversen Medien aufgegriffen, so von der "Ärzte-Zeitung" (Link zum Bericht).

"Paper of the Month": die Philosophie hinter dem Wettbewerb

Forschung schafft neue Erkenntnisse – und damit wissenschaftlichen Fortschritt. In der Medizin hat dieser Fortschritt ein konkretes Ziel: Er soll Nutzen bringen für die Patienten. Die neuen Erkenntnisse sollen letztlich in eine verbesserte Diagnostik, in neue Therapien oder neue Medikamente münden.

Damit das funktionieren kann, bedarf es eines „Transmissionsriemens“: Die Veröffentlichung des neu erarbeiteten Wissens in Fachmedien („papers“) führt zu dessen Verbreitung in der Fachwelt und setzt den Anspruch jeglicher Forschung um, transparent und nachprüfbar zu sein. In diesem Sinne stellen Publikationen die wissenschaftliche „Währung“ dar für die Leistung jeder Universität und Forschungseinrichtung.

Die Medizinische Fakultät der Universität Münster ist stolz darauf, dass ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit jährlich rund 800 Publikationen, vom kompakten Aufsatz bis zum umfangreichen Fachbuch, zum medizinischen Erkenntnisgewinn beitragen. Nicht selten erscheinen Studien aus Münster in den weltweit renommiertesten Fachmedien wie „Nature“, „New England Journal of Medicine“ oder „Lancet“. Aber auch - und gerade - in Zeiten einer immer stärker ökonomisierten Wissenschaft und einer steigenden Zahl von „Rankings“ jeder Art sollte nicht vergessen werden, dass Erkenntnisgewinn nicht allein in „impact factor“ (IF) und Zitationen messbar ist. Ganze Fächer sind benachteiligt, da in ihrem Gebiet Zeitschriften mit höchstem IF fehlen. Umgekehrt: Bei einer seltenen Erkrankung betrifft ein wissenschaftlicher Durchbruch vielleicht nur einige Hundert Menschen auf der Welt – aber für die ist er mehr wert als jeder „impact factor“.

Mit dem „Paper of the Month“ geht die Medizinische Fakultät einen anderen Weg. Mit dieser Auszeichnung möchte die Fakultät die von ihren rund 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kontinuierlich erbrachte, hervorragende, durch Veröffentlichung dokumentierte Forschungsleistung exemplarisch hervorheben und wertschätzen. Mit der Auszeichnung soll eine Publikation, die dem Dekanat aus verschiedenen Gründen aufgefallen ist, sichtbar(er) gemacht und der fakultätsinternen sowie externen Öffentlichkeit präsentiert werden. Auswahlkriterien sind über den IF hinaus explizit auch Originalität der Arbeit, Relevanz der Erkenntnis und Bedeutung für den Standort.

Als "Paper of the Month“ ausgezeichnet werden kann eine im jeweiligen Monat publizierte wissenschaftliche Originalarbeit eines oder mehrerer Mitglieder der Medizinischen Fakultät. Nähere Angaben zum Nominierungsverfahren erhalten Sie hier im Intranet der Fakultät. Infos zum jüngsten „Paper of the Month“ finden Sie auf dieser Seite und eine Liste aller bisherigen POM hier.

Viel Erfolg mit Ihrer Bewerbung wünscht Ihnen

Univ.-Prof. Dr. med. Mathias Herrmann
Dekan