Übersicht: Fakultätsinterne LOM

Zurzeit werden 25% der zur Verfügung stehenden Gelder im Rahmen der fakultätsinterne LOM (=leistungsorientierte Mittelverteilung) über Parameter der Lehre verteilt, 75% über Parameter der Forschung.
Innerhalb der Forschungsparameter werden 40% der Mittel über Drittmittel-bezogene und 60% über Publikations-bezogene Parameter ausgeschüttet. Die Forschungsleistungen werden in einem "rollenden" Verfahren jeweils jährlich auf der Datenbasis der letzten 5 Jahre ermittelt.

Drittmittel-orientierte Parameter

Bei der Ermittlung der Drittmittelleistung im Rahmen der fakultätsinternen LOM werden Drittmittelausgaben der jeweils letzten 5 Jahre zugrundegelegt. Diese gehen je nach Geldgeber gewichtet in die Berechnungen ein:

Seitdem Jahr 2011 gehen die Drittmittelausgaben je nach Geldgeber mit folgenden Gewichtungen in die Berechnungen ein:

  • DFG / NIH: Faktor 1,2
  • Geldgeber mit peer-review-Verfahren: Faktor 0,8
  • Geldgeber ohne peer-review-Verfahren: Faktor 0,3
  • Industrie: Faktor 0,3

Die Einordnung von Stiftungen in solche mit bzw. ohne peer-review-Verfahren erfolgt in Abstimmung aller Standorte nordrhein-westfälischer Hochschulmedizin (Positivliste).

Drittmittelleistungen werden auf der Basis der Evaluationseinheiten der Medizinischen Fakultät Münster ermittelt. Ausschlaggebend ist der %tuale Anteil einer Evaluationseinheit an der Gesamtleistung der Fakultät.

Publikations-orientierte Parameter

Bei der Ermittlung der Publikationsleistungen im Rahmen der fakultätsinternen LOM werden 80% der Mittel über einen mehr "qualitäts-orientierten" Faktor vergeben, die restlichen 20% über einen mehr "quantitäts-orientierten" Faktor.
Datenbasis ist das Web of Science sowie PubMed. Erfasst werden jeweils die letzten 5 Jahre. Bedingung für die Anrechnung einer Publikation im Rahmen der LOM ist zwingend eine gültige Affiliation der Medizinischen Fakultät Münster.

"Qualitäts-orientierter" Faktor

  • ausschließlich Web of Science gelistete Publikationen
  • ausschließlich Originalpublikationen (Publikationstyp: "Artikel")
  • keine Anrechnung von Case Reports, Konsensus-Artikeln und Task-Force-Artikeln
  • Berücksichtigt wird die Anzahl an Zitationen (ohne Selbstzitationen) pro Publikation multipliziert mit dem publikationstyp-spezifischen, mittleren JCS (Journal Citation Score: Journal-basierter, weltweiter durchschnittlicher Impact) korrigiert um den publikationstyp-spezifischen, mittleren FCS (Field Citation Score: Diziplin-basierter, weltweiter durchschnittlicher Impact) einer Evaluationseinheit

"Quantitäts-orientierter" Faktor

  • Web of Science und/oder PubMed gelistete Publikationen
  • alle Publiationstypen
  • Berücksichtigt wird die Anzahl an Publikationen multipliziert mit dem publikationstyp-spezifischen, mittleren JCS

Publikationsleistungen werden auf der Basis der Evaluationseinheiten der Medizinischen Fakultät Münster ermittelt. Ausschlaggebend ist der %tuale Anteil einer Evaluationseinheit an der Gesamtleistung der Fakultät.

Lehre-orientierte Parameter

Die Leistungsbonifikation der Humanmediziner wird über die Leistungsbonifikation anhand der studentischen Evaluation vergeben.

Nähere Informationen stehen Ihnen auf der Web-Plattform medicampus zur Verfügung.

Evaluationsordnung

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster hat am 06. April 2005 die „Evaluationsordnung für die wissenschaftlichen Einheiten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster“ verabschiedet. In deren Ausschlussklausel (§15) heißt es, dass der Senat abweichende Evaluationsordnungen für einzelne Fachbereiche genehmigen kann, sofern sie mit den Grundsätzen und Zielen der vorliegenden Ordnung im Einklang sind. Das schon vor 2005 etablierte Evaluations- und Leistungserfassungsverfahren an der Medizinischen Fakultät Münster ist nur einer der Gründe für die Verfassung einer fakultätsspezifischen Evaluationsordnung. In der Senatssitzung vom 20.01.2007 wurde die Evaluationsordnung für die Medizinische Fakultät Münster verabschiedet.