2. Teilprojekt Q1 - "Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Rehabilitation"
Antragsteller:
Prof. Dr. F.A. Muthny, Institut für Medizinische Psychologie der Universität Münster, (Projektleiter), Prof. Dr. U. Witting, Institut für Arbeitsmedizin der Universität Münster, Prof. Dr. R.P. Nippert, Institut für Ausbildungsforschung und Studienangelegenheiten der Univer-sität Münster, Prof. Dr. J. Fischer, Klinik Norderney und Prof. Dr. H. Delbrück, Klinik Bergisch-Land Wuppertal.
Einführung: Umfang und Qualität der rehabilitativen Betreuung von Patienten stellen hohe Anforderungen an die Qualifikation der in der Rehabilitation engagierten Berufsgruppen (insb. Ärzte, Psychologen, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen). Derzeit stehen diese Qualitätsanforderungen in erheblichem Mißverhältnis zum Angebot an berufsgruppenspezifischen und fachübergreifenden Curricula, die die Aus-, Fort- und Weiter-bildung für die Aufgaben der Rehabilitation betreffen. Dem gegenüber steht die Forderung nach rehabilitationsspezifisch qualifiziertem und moti-viertem Personal, um dem Qualitätsanspruch in der Rehabilitation auch in bezug auf die psychosozialen Zielsetzungen und Arbeitsweisen Rechnung zu tragen. So besteht erheblicher Bedarf an effizienten Fort- und Weiterbildungsangeboten, die zudem als Instrumente der Personalentwicklung und Qualitätssicherung nützlich sind und die Berufsausübung attraktiver machen.
Die Aufgaben und Ziele des Projekts im einzelnen sind:
- Verankerung bzw. Intensivierung der Rehabilitationsthemen in bestehenden ärztlichen Aus-, Fort- und Weiterbildungscurricula und die Evaluation entsprechender Veranstaltungen,
- inhaltliche Verankerung der psychosozialen Rehabilitation in Curricula des Medizinstudiums und die Evaluation der Angebote/ Veranstaltungen,
- Durchführung und Evaluation spezieller Veranstaltungen zur Interaktion/Kooperation der verschiedenen Berufsgruppen in der Rehabilitation mit dem Ziel der Optimierung von Kooperation und Kommunikation in Rehabilitationseinrichtungen.
Eingesetzte Methoden:
- Erhebung des berufsgruppenspezifischen Ausbildungs- und Fortbildungsbedarfs der Berufsgruppen im Hinblick auf Rehabilitation (je 50 Ärzte, Psychologen, Pflegekräfte),
- Entwicklung eines Basiscurriculums mit berufsgruppenspezifischen und übergreifenden Modulen und formative Evaluation desselben (zur Gewährleistung der Realisierbarkeit wurde Unterstützung durch die LVA Westfalen-Lippe zugesagt),
- Institutionalisierung der psychosozialen Fortbildung zur Rehabilitation im Verbund,
- Systematische Evaluation der Veranstaltungen und Entwicklung eines Manuals für die berufsgruppenübergreifende Fortbildung in der Rehabilitation.
Erwartete Ergebnisse: Zu erwarten sind Erkenntnisse über Bedarf und Inanspruchnahme psychosozialer Fortbildungsangebote für verschiedene Berufsgruppen in der Rehabilitation, die Entwicklung eines berufsgruppenübergreifenden Programms zur Verbesserung der Interaktion und die Verfügbarkeit eines erprobten Basiscurriculums psychosozialer Rehabilitationsthemen (mit entsprechenden Manualen, Videodemonstrationen und Arbeitspapieren) sowie konkrete Empfehlungen für deren Gestaltung. Durch die zu schaffende Fortbildungsstruktur (personell und institutionell) wird insgesamt eine wirksame Förderung der Qualifikation, Motivation und Kooperationsfähigkeit für die Rehabilitation erwartet.
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